PERTH® – Wie pulsierende elektromagnetische Resonanztechnologie funktioniert
Ein Blick auf die physikalischen Grundlagen von PERTH: pulsierende elektromagnetische Felder, das Resonanzprinzip und die Einordnung in unser Cell Recovery System.
In den vergangenen Jahrzehnten haben sich elektromagnetische Felder von einer rein physikalischen Größe zu einem festen Bestandteil moderner Medizintechnik entwickelt. Magnetresonanztomographie (MRT), transkranielle Magnetstimulation oder verschiedene Formen der Magnetfeldanwendung zeigen: Elektromagnetische Signale lassen sich gezielt einsetzen, um biologische Prozesse sichtbar zu machen oder zu begleiten.
Vor diesem Hintergrund steht auch die PERTH®-Technologie, die als eines von mehreren Verfahren Teil unseres Cell Recovery Systems (CRS) ist. Ziel ist dabei nicht, möglichst starke Magnetfelder zu erzeugen, sondern Signale bereitzustellen, die sich nach Herstellerangaben in Frequenz, Intensität und Pulsstruktur an natürlichen biologischen Abläufen orientieren.
Kommunikation im menschlichen Körper
Der menschliche Körper arbeitet fortlaufend mit elektrischen und elektromagnetischen Signalen. Jede Muskelbewegung entsteht durch elektrische Impulse, Nervenzellen tauschen Informationen über elektrochemische Signale aus, und Herz sowie Gehirn erzeugen messbare elektrische Aktivitäten, die im EKG oder EEG sichtbar werden.
Daneben laufen im Körper zahlreiche Regulationsprozesse gleichzeitig ab: Zellmembranen bauen elektrische Spannungen auf, Ionen bewegen sich zwischen Zellinnerem und Umgebung und ermöglichen so Stoffwechsel- und Kommunikationsvorgänge. Aus physikalischer Sicht gehören elektromagnetische Vorgänge damit zu den grundlegenden Eigenschaften biologischer Systeme.
Was bedeutet Resonanz?
Resonanz beschreibt ein bekanntes physikalisches Prinzip: Trifft eine Schwingung auf ein System mit passender Eigenfrequenz, kann sie besonders effizient übertragen oder verstärkt werden.
Ein alltägliches Beispiel ist die Gitarrensaite. Allein erzeugt sie nur einen leisen Ton — erst der Resonanzkörper der Gitarre nimmt die Schwingung auf und verstärkt sie hörbar. Ähnliche Resonanzphänomene finden sich in vielen Bereichen der Physik und Technik, von Brücken über Lautsprecher bis hin zu medizinischen Messverfahren wie der MRT. Dieses physikalische Verstärkungsprinzip liegt auch der PERTH-Technologie zugrunde.
Was unterscheidet PERTH® von einer klassischen Magnetfeldanwendung?
Nach Angaben des Herstellers erzeugt PERTH® kein statisches oder gleichförmig pulsierendes Magnetfeld, sondern kombiniert elektromagnetische Impulse mit unterschiedlichen Eigenschaften:
- definierte Frequenzen
- unterschiedliche Intensitäten
- variierende Pulsmuster
- Frequenzfolgen, die als programmierte Sequenzen ausgegeben werden
Diese Kombination bildet die Grundlage der verschiedenen Programme innerhalb des Systems.
Warum spielen Frequenzen eine Rolle?
In vielen technischen Anwendungen transportieren Frequenzen Informationen: Musik und Sprache bestehen aus Frequenzen, Licht unterscheidet sich je nach Farbe ausschließlich durch seine Wellenlänge. Auch in der Medizin werden Frequenzen genutzt — etwa bei Ultraschall, EEG, EKG oder MRT.
PERTH® greift diesen Ansatz auf und arbeitet mit umfangreichen Frequenzbibliotheken, aus denen sich unterschiedliche Programme zusammensetzen.
Individuell wählbare Programme
Innerhalb des Cell Recovery Systems stehen verschiedene Programmgruppen zur Verfügung. Über die Benutzeroberfläche lassen sich Anwendungen auswählen, die zum Beispiel auf Entspannung, Vitalisierung, allgemeines Wohlbefinden oder die Unterstützung von Regenerationsprozessen ausgerichtet sind. Die Programme unterscheiden sich durch die verwendeten Frequenzkombinationen und Signalfolgen.
PERTH® als Bestandteil eines Gesamtkonzepts
PERTH® arbeitet nicht isoliert, sondern ist Teil unseres Cell Recovery Systems. Je nach gewähltem Programm kommen in derselben Kabinenanwendung zusätzlich weitere Verfahren zum Einsatz: Kaltplasma, Photobiomodulation, Infrarotwärme, Klang und Mikrovibration. Mehr zum Gesamtkonzept finden Sie auf unserer Therapien-Seite.
Was sagt die Wissenschaft?
Pulsierende elektromagnetische Felder (PEMF) im Allgemeinen sind seit Jahren Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen, unter anderem im Zusammenhang mit Gewebephysiologie, Entzündungsprozessen und Wundheilung. Grundlagenforschung beschreibt etwa eine PEMF-induzierte Veränderung von Adenosin-Rezeptoren, die mit entzündungsregulierenden Effekten in Zellkulturen in Verbindung gebracht wird (Varani et al. 2017), sowie In-vitro-Untersuchungen zum Wundverschluss von Sehnenfibroblasten unter PEMF-Einfluss (Seeliger et al. 2014). Ein systematisches Review zur PEMF-Anwendung bei Kreuzschmerzen kommt dagegen zu uneinheitlichen Ergebnissen bei insgesamt eingeschränkter methodischer Qualität der Primärstudien (Andrade et al. 2016).
Diese Arbeiten beziehen sich auf PEMF-Verfahren im Allgemeinen, nicht auf PERTH® im Speziellen. Zwischen der allgemeinen PEMF-Forschung und den spezifischen Eigenschaften eines einzelnen Systems ist zu unterscheiden — Aussagen über eine konkrete gesundheitliche Wirkung einer individuellen Anwendung bedürfen jeweils einer eigenständigen wissenschaftlichen Bewertung.
Einordnung
PERTH® ist eine technologiebasierte Anwendung, die mit programmierten pulsierenden elektromagnetischen Feldern arbeitet. Im Mittelpunkt stehen nicht möglichst starke Magnetfelder, sondern definierte Frequenzfolgen, Pulsmuster und Intensitäten, die innerhalb verschiedener Programme eingesetzt werden.
Als Bestandteil unseres Cell Recovery Systems ergänzt PERTH® weitere physikalische Anwendungen wie Kaltplasma, Licht, Wärme, Klang und Mikrovibration zu einem Gesamtkonzept. Im Vordergrund steht dabei weniger eine einzelne Technologie als das Zusammenspiel verschiedener physikalischer Verfahren innerhalb einer Anwendung.
Beratungsgespräch
Sie möchten wissen, ob das Cell Recovery System für Sie in Frage kommt? Wir nehmen uns Zeit für ein ausführliches Erstgespräch.