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HBOT Long-Covid RCT 2023

HBOT und myokardiale Funktion bei Post-COVID-Syndrom: randomisierte kontrollierte Studie

Originaltitel: The effect of hyperbaric oxygen therapy on myocardial function in post-COVID-19 syndrome patients: a randomized controlled trial

Autoren

Leitman M, Fuchs S, Tyomkin V, Hadanny A, Zilberman-Itskovich S, Efrati S

Journal

Scientific Reports

DOI

10.1038/s41598-023-36570-x

Zusammenfassung

RCT untersucht Effekt von HBOT auf die myokardiale Funktion bei Post-COVID-Patienten. Primärer Endpunkt ist Global Longitudinal Strain (GLS), ein nicht vollständig etablierter Herzparameter. Verbesserung der linksventrikulären Funktion beobachtet, klinische Relevanz jedoch vorsichtig zu bewerten.


HBOT und myokardiale Funktion bei Post-COVID-Syndrom

Hintergrund

COVID-19 kann neben der Lunge auch das Herz betreffen. Einige Post-COVID-Patienten zeigen subklinische kardiale Veränderungen, die sich in verminderter Belastbarkeit und kardiovaskulären Beschwerden äußern können. Diese Studie untersucht, ob HBOT die myokardiale Funktion bei Post-COVID-Patienten verbessert.

Studiendesign

  • Art: Randomisierte kontrollierte Studie
  • Institution: Sagol Center for Hyperbaric Medicine, Tel Aviv
  • Teilnehmer: Post-COVID-Patienten mit anhaltenden Symptomen
  • Methoden: Echokardiographische Untersuchung vor und nach HBOT
  • Primärer Endpunkt: Global Longitudinal Strain (GLS) des linken Ventrikels

Was wurde gemessen?

  1. Global Longitudinal Strain (GLS): Verformungsparameter des Herzmuskels via Speckle-Tracking-Echokardiographie
  2. Linksventrikuläre Funktion: Ejektionsfraktion und diastolische Parameter
  3. Klinische Symptome: Belastbarkeit, kardiovaskuläre Beschwerden

Ergebnisse

Nach der HBOT-Behandlung zeigten die Patienten:

  • Verbesserung des Global Longitudinal Strain
  • Bessere linksventrikuläre Funktion
  • Reduktion kardiovaskulärer Symptome

Kritische Einordnung

Die Studie verwendet als primären Endpunkt den Global Longitudinal Strain (GLS) - einen echokardiographischen Parameter, der die myokardiale Deformation misst. GLS ist zwar in der kardiologischen Forschung zunehmend verbreitet, gilt aber als nicht vollständig etablierter klinischer Endpunkt:

  • GLS ist untersucherabhängig und variiert je nach verwendetem Echokardiographie-System
  • Die klinische Bedeutung kleiner GLS-Veränderungen bei Post-COVID-Patienten ohne manifeste Herzinsuffizienz ist unklar
  • Härtere kardiale Endpunkte (z.B. Belastungskapazität, kardiovaskuläre Ereignisse, validierte Symptomscores) wären aussagekräftiger gewesen
  • Die Studie stammt aus der Efrati-Gruppe, die mehrere HBOT-Studien publiziert hat - unabhängige Replikation steht aus

Bedeutung für Patienten

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass HBOT subklinische kardiale Veränderungen bei Post-COVID-Patienten verbessern könnte. Aufgrund des gewählten Endpunkts ist die klinische Relevanz der Befunde jedoch vorsichtig zu interpretieren. Long-COVID-Patienten mit kardiovaskulären Symptomen sollten die Studie als Hinweis, nicht als gesicherte Evidenz betrachten.

Originalstudie lesen

Lesen Sie die vollständige wissenschaftliche Arbeit im Original auf der Journal-Website.

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