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Alzheimer & Demenz

HBOT bei Alzheimer, vaskulärer Demenz und kognitivem Abbau — individuell nach ärztlichem Gespräch

Demenz: ein heterogenes Krankheitsbild

Unter dem Begriff Demenz werden verschiedene Erkrankungen zusammengefasst, die zu fortschreitendem Verlust kognitiver Funktionen führen. Gedächtnis, Orientierung, Sprache und Alltagskompetenz sind je nach Form und Stadium unterschiedlich betroffen.

Alzheimer ist mit etwa zwei Dritteln der Fälle die häufigste Form. Vaskuläre Demenz, die durch Durchblutungsstörungen im Gehirn entsteht, ist die zweithäufigste. Viele Patienten haben gemischte Formen. Für keine Demenzform gibt es bislang eine kurative Therapie — ergänzende Ansätze werden aktiv untersucht.

Alzheimer-Demenz

Neurodegenerative Erkrankung mit Amyloid-Ablagerungen und Tau-Pathologie. Beginnend mit Kurzzeitgedächtnisstörungen, fortschreitend zu umfassendem Funktionsverlust.

Vaskuläre Demenz

Folge zerebrovaskulärer Erkrankungen — häufig kleiner ischämischer Ereignisse. Treppenförmiger Verlauf, enger Zusammenhang mit kardiovaskulären Risikofaktoren.

Leichte kognitive Beeinträchtigung (MCI)

Übergangszone zwischen normalem Altern und Demenz. Ein Teil der MCI-Patienten entwickelt eine Demenz; frühzeitige Intervention wird in Studien untersucht.

Kognitive Veränderungen im Alter

Verlangsamte Verarbeitungsgeschwindigkeit und Gedächtnisveränderungen ohne Demenzdiagnose. Zunehmend Gegenstand präventiver Forschungsansätze.

Wie HBOT eingesetzt wird

Das Gehirn verbraucht etwa 20 % des gesamten Sauerstoffs — trotz nur 2 % Körpermasse. Bei vaskulärer Demenz ist die zerebrale Mikrozirkulation eingeschränkt. HBOT erhöht den physikalisch gelösten Sauerstoff im Plasma und kann auch minderdurchblutete Areale versorgen.

Zerebrale Durchblutung und Oxygenierung

Vaskuläre Demenz entsteht durch chronische Minderperfusion. HBOT adressiert diesen Mechanismus direkt: Unter erhöhtem Druck löst sich Sauerstoff physikalisch im Plasma und erreicht Areale, die das Hämoglobin nicht mehr zuverlässig versorgt.

Neuroplastizität und kognitive Funktion

In RCTs wurde unter HBOT eine Verbesserung kognitiver Parameter — Aufmerksamkeit, Verarbeitungsgeschwindigkeit, Gedächtnis — beobachtet. Auch bei gesunden älteren Erwachsenen zeigten sich messbare Effekte auf Hirndurchblutung und kognitive Leistung.

Ergänzende Maßnahmen

Frequenztherapie und CO₂-Trockenbad können je nach Befund ergänzend eingesetzt werden. Die Therapieplanung erfolgt individuell nach ärztlichem Gespräch und in Abstimmung mit dem behandelnden Neurologen.

Ablauf & Vorgehen

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    Ärztliches Erstgespräch

    Dr. Treise bespricht Diagnose, neuropsychologische Befunde, aktuelle Medikation und Verlauf. Vorhandene Bildgebung (MRT, CT) und Neuropsychologie-Berichte sind hilfreich. Die Einbeziehung des behandelnden Neurologen wird empfohlen.

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    Therapieplanung

    Je nach Diagnose, Stadium und Gesamtbefund wird ein individuelles HBOT-Programm zusammengestellt. Die Einbeziehung des behandelnden Neurologen ist sinnvoll, um den ergänzenden Einsatz abzustimmen.

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    Therapieprogramm

    Mehrere Wochen, täglich oder an aufeinanderfolgenden Tagen. Ergänzend können Frequenztherapie und CO₂-Trockenbad eingesetzt werden — je nach Verträglichkeit und Befund.

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    Verlauf und Erwartungsmanagement

    Demenz ist eine chronisch fortschreitende Erkrankung. Ergänzende Therapien zielen auf Verlangsamung, nicht auf Heilung. Regelmäßige kognitive Verlaufskontrollen helfen, den Effekt einzuschätzen.

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