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Kältetherapie Schmerzen RCT 2018

Wirkung der Kryotherapie bei Fibromyalgie: Eine randomisierte klinische Studie in einer Kryosauna-Kabine

Originaltitel: The effect of cryotherapy on fibromyalgia: a randomised clinical trial carried out in a cryosauna cabin

Autoren

Rivera J, Tercero MJ, Salas Salas J, Gimeno JH, Sánchez Alejo J

Journal

Rheumatology International

DOI

10.1007/s00296-018-4176-0

Zusammenfassung

Offenes Crossover-RCT (n=60 FM-Patienten). 10 WBC-Sitzungen bei −196°C (Flüssigstickstoff) über 3 Wochen vs. Ruhebedingung. Erste Periode: signifikante Verbesserung von VAS-Schmerz (3,0 vs. 0,3), FIQ (32,1 vs. 0,4) und ICAF (13,7 vs. −0,07), je p < 0,001. Zweite Crossover-Periode wegen Carryover-Effekt ausgeschlossen.


Kryotherapie bei Fibromyalgie: Randomisierte Studie

Hintergrund

Diese offene randomisierte Crossover-Studie aus Spanien untersuchte die Wirkung serieller Kryosauna-Sitzungen bei Fibromyalgie-Patienten. Es handelt sich um eine der wenigen RCTs zur Kältetherapie bei Fibromyalgie mit kontrollierten Messungen und statistisch auswertbaren Ergebnissen.

Studiendesign

  • Art: Offenes randomisiertes Crossover-RCT (NCT03425903)
  • Gerät: Cryosense TCT™-Kabine (Flüssigstickstoff-Verdampfung)
  • Temperatur: −196°C
  • Sitzungsdauer: 3 Minuten
  • Sitzungen je Arm: 10 Sitzungen über 3 Wochen (alternierende Tage)
  • Komparator: Ruhebedingung (keine Intervention)
  • Population: 60 FM-Patienten (ACR-Kriterien), aus hausärztlichen Praxen; 34 WBC, 26 Kontrolle
  • Blinding: Nicht möglich (offen)
  • Besonderheit: Zweite Crossover-Periode wegen Carryover-Effekt ausgeschlossen — Ergebnisse aus erster Periode

Zentrale Ergebnisse (erste Studienperiode)

OutcomeWBC-GruppeKontrollgruppep-Wert
ΔVAS Schmerz3,00,3< 0,001
ΔFIQ (Krankheitsaktivität)32,10,4< 0,001
ΔICAF (Gesamt)13,7−0,07< 0,001

Alle Effekte bestätigt nach multivariater Adjustierung für Baseline-Unterschiede.

Unerwünschte Ereignisse

  • 5 Patienten mit milden Effekten: Palpitationen, Schlafstörungen, Blähungen, Muskelsteifigkeit, Tremor, Kopfschmerzen
  • 1 Patient brach nach 2 Sitzungen ab (Steifigkeit und Tremor)

Limitationen

  • Offenes Design — keine Sham-Kontrolle möglich
  • Carryover-Effekt — residueller WBC-Nutzen verhinderte valide Crossover-Analyse; zweite Periode ausgeschlossen (Crossover-Design de facto nicht genutzt)
  • Unbalancierte Randomisierung auf einigen Baseline-Maßen
  • Kein Langzeit-Followup
  • Kein Vergleich mit anderen Physikalischen Therapien

Relevanz

Als RCT mit signifikanten Ergebnissen (p < 0,001) liefert diese Studie hochrangige Evidenz für Kältetherapie bei Fibromyalgie. Die untersuchten Hauptsymptome — Schmerz und Krankheitsaktivität — überschneiden sich mit typischen Long-COVID- und ME/CFS-Beschwerden.

Originalstudie lesen

Lesen Sie die vollständige wissenschaftliche Arbeit im Original auf der Journal-Website.

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